Spielräume in der Bewegungsanalyse

Die Instrumentierung der Analyse von Bewegungen in ihrer Qualität und Quantität gewinnt mit dem Streben nach Digitalisierung an Bedeutung. Die Anwendungsfelder erstrecken sich von leistungsorientierten Bewegungsanalysen im Sport, über gesundheitsrelevante Diagnosen in Gesundheitsberufen bis hin zur Evaluation von Arbeitsplätzen in der Ergonomie (Hughes, Camomilla, Vanwanseele, Harrison, Fong  & Bradshaw, 2021).

Je stärker die Ergebnisse gesundheitsrelevanten Diagnosen zugrunde gelegt werden, desto wichtiger ist der reflektierte Umgang mit den Messsystemen zur Datenerhebung und deren Interpretation. Im Zuge dieser Professionalisierung sollen diese Spielräume unseren Studierenden ein experimentelles Umfeld zur Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen eines Inertialmesssystems schaffen.


Gütekriterien im Modellversuch

Modellversuche erlauben die Vielzahl von Quellen menschlicher Bewegungsvarianz auszuschließen und die grundlegende Güte des Messsystems zu erfassen. In diesen Experimenten haben unsere Studierenden die grundlegende Genauigkeit unseres IMU – Systems ins Visier genommen.

Validität und Reliabilität

Kalibrierungszeitpunkt

Kalibrierungsposition

in-vivo Experimente

Neben den Gütekriterien des Messsystems spielen auch die Personenmerkmale (u.a. Anthropometrie und Verhalten) und die Gestaltung der Untersuchungsumgebung wesentliche Rollen bei der Datenerhebung. In diesem Teil des Projekts untersuchen unsere Studierenden, welchen Einfluss z.B. die Wahl des Laufuntergrund oder die Untersuchungsdauer spielen. Ausgeschriebene Projekte können gern als Abschlussarbeit oder von Neugierigen als freies Projekt übernommen werden.

Einfluss des Laufuntergrunds

Einfluss der Untersuchungsdauer

Einfluss der Kalibrierungsposition

Literatur

Hughes, G.T.G., Camomilla, V., Vanwanseele, B., Harrison, A.J., Fong, D.T.P. & Bradshaw, E.J. (2021) Novel technology in sports biomechanics: some words of caution, Sports Biomechanics, DOI: 10.1080/14763141.2020.1869453